Konzept bei EndoGyn

Operationen zur Beseitigung von Verwachsungen 

Verwachsungspatienten werden von der Medizin aufgegeben und nicht selten nur in Notfällen operiert. Der Grund dafür ist, dass mit jeder neuen Operation die Verwachsungen zunehmen, da den meisten Chirurgen ein richtiges Konzept für deren Beseitigung und Vorbeugung fehlt. Es werden teilweise auch sinnlose Operationen durchgeführt, da die Patienten unter Verwachsungen und Schmerzen stark leiden schwer zu behandeln sind. Ihre behandelten Ärzte oder Hausärzte sind mit diesem Problem oft überfordert und weisen die Patienten immer wieder neu in die Kliniken. Auch werden diese Patienten häufig von den Krankenkassen im Stich gelassen, da Ärzte und Kliniken, die sich speziellen Behandlungsmethoden von Verwachsungen zuwenden, von den Krankenkassen nicht anerkannt werden. 

Bei EndoGyn® wird dieses Problem sehr ernst genommen 

Bei der langwierigen und teilweise aussichtslosen Behandlung von Verwachsungen kommt es darauf an, mit jeder Operation das Ausmaß der Verwachsungen zu reduzieren und / oder zu beseitigen. Durch unser Konzept, bei welchem adäquate chirurgische Operationsmethoden (gaslose Laparoskopie) und nachgewiesen wirkende Barrieresubstanzen (SprayGel™ / SprayShield™) eingesetzt werden, kann die Neubildung oder das erneute Auftreten von Verwachsungen und vor allem die drohende „Notfalloperation“ z.B. bei einem Darmverschluss mit teilweise schlimmen Folgen (Bauchfellentzündung, Entfernung von Darm, künstlicher Darmausgang und natürlich noch mehr Verwachsungen) vermieden werden. 

Das EndoGyn® – Konzept 

Um die teilweise schlimmen Folgen von Verwachsungen zu vermeiden, werden unsere Operationen zu deren Beseitigung immer endoskopisch durchgeführt. Der Bauchschnitt, der in allen Fällen neue oder wiederkehrende Verwachungen zur Folge hat, wird gänzlich vermieden Extrem selten oder vereinzelt bei der Notwendigkeit von Darmentfernung wird ein Mini-Schnitt von etwa 4 – 5 cm angelegt, der aber in seiner Form, in keinem Fall die Risiken des normalen Bauschnittes nach sich zieht. Die von uns eingeführte gaslose Laparoskopie hat die geringsten Risiken bezüglich des Auftretens von Verwachsungen. Das bei der Bauchspiegelung mit Gas eingesetzte und künstlich in  den Körper gebrachte Kohlendioxidgas (CO2), welches experimentell bei langer Operationsdauer ein Co-Faktor für die Bildung von Verwachsungen ist (siehe unter www.Lift-Laparoskopie.de), wird bei unserer Methode vermieden oder nur kurz angewendet. 

Das Konzept besteht aus dem primären Eingriff, der stationär durchgeführt wird und der sog. Second-look Bauchspiegelung 7 Tage später. Bei der ersten Bauchspiegelung werden die Verwachsungen gelöst und ein spezielles Barriere-Mittel auf die Wundflächen aufgesprüht, welches verhindert, dass sich diese Wundflächen wieder aneinander kleben. Die Second-look Bauchspiegelung dient dazu, den Erfolg der Operation zu dokumentieren und / oder kleinste Verwachsungen erneut zu lösen. Da sich Verwachsungen innerhalb der ersten 72 Stunden nach einer Operation bilden, ist der 7-tägige Abstand deshalb so ausgerichtet. Sollten sich erneut kleine Verwachsungen gebildet haben, kann man sie außerdem sehr leicht und ohne zu „schneiden“, also ohne Verletzung und Blutung, stumpf trennen. Selten muss dann noch das Barrieremittel auf diese Flächen aufgetragen werden.

 
Für beide Operationen müssen etwa 12-14 Tage Aufenthalt eingeplant werden, die zusammen mit dem Partner oder einer Begleitperson verbracht werden können. Diese Zeit wird in einem exclusiven Ambiente unserer Kliniken verbracht, die Begleitperson erhält kostengünstige Konditionen für Kost und Logis.  

 
Bei sehr starken Verwachsungen kann der erste Eingriff bis zu 10 Stunden dauern. In seltenen Fällen reicht eine Operation nicht immer aus, so dass ein zweizeitiges Vorgehen notwendig wird und das gesamte Behandlungskonzept leicht verändert wird. Das genaue Vorgehen kann aber erst nach dem Verlauf der ersten Operation entschieden werden. 

Neben den Operationen ist die Nachsorge (Follow-up) der Verwachsungspatienten enorm wichtig, weshalb der Verlauf nach der Operation von uns 24 Monate dokumentiert wird. Zu diesen Zwecken werden Sie von uns kontaktiert und befragt oder, wenn notwendig, auch untersucht. Nur durch das Einhalten dieser Nachsorge kann Ihr Ergebnis kontrolliert Werden, Außerdem können wir eine genaue Statistik zu unserem Behandlungskonzept erstellen, die enorm wichtig ist, um die Qualität unserer Operationsmethode permanent zu verbessern. 

Die Qualität des EndoGyn® – Konzeptes 

Seit 1998 behandelten wir Verwachsungen mittels der gaslosen Laparoskopie aber ohne Anwendung von Adhäsionsbarrieremitteln. Diese schonende Behandlungsmethode erwies sich als sehr erfolgreich. Im Bestreben, die Ergebnisse der Chirurgie stetig zu verbessern, haben wir im Jahre 2000 Barrieresubstanzen untersucht und haben uns zu Beginn 2001 auf das SprayGel™ festgelegt. 

In der ersten Pilotstudie des Konzeptes der gaslos-laparoskopischen Adhäsiolyse in Kombination mit  SprayGel™ sind 36 internationale und 9 deutsche Patienten eingeschlossen worden. Von diesen 45 Patienten haben 34 die Kriterien für die Aufnahme in die Studie erfüllt. Die Verlaufsbeobachtung für die Studie war 6-19 Monate. 
Von 34 Patienten waren 31 = 91 % verwachsungsfrei zum Zeitpunkt der Second-look Bauchspiegelung 7 Tage nach dem Ersteingriff. Drei Patienten hatten sehr spärliche (unter 3 cm) Verwachsungen, die in der Second-look Operation durch einfaches Berühren mit einem Instrument gelöst wurden. Wir vermuten, dass diese Verwachsungen nicht wieder auftraten, da keine dieser Patienten Schmerzen im weiteren Verlauf, entwickelt hatte. Vier Patienten haben Schmerzen entwickelt, weshalb eine 3rd-look Bauchspiegelung etwa 12 Wochen nach dem ersten Eingriff durchgeführt wurde. Als Schmerzursachen wurden jeweils andere Ursachen gefunden. Bei keiner dieser Patientinnen konnten Verwachsungen festgestellt werden. Damit waren 88 % (30 Patienten) auch schmerzfrei. 

Vergleicht man die Literatur, so werden dagegen für die Bauchspiegelung mit Gas und SprayGel™ nur 71 % als adhäsionsfrei ( mit nur kurzem Follow-up) beurteilt und nur 63 % als schmerzfrei eingestuft. Diese Untersuchungen wurden anlässlich gynäkologischer Verwachsungen durchgeführt und nicht, wie in unserem Fall, bezüglich Darmverwachsungen, so dass es als evident erscheint, dass unsere hervorragenden Ergebnisse dem Konzept der gaslosen Bauchspiegelung mit dem Verzicht auf Kohlendioxid (CO2) zuzurechnen sind. Es ist die erste durchgeführte Studie von Operationen mit der gaslosen Bauchspiegelung in Kombination mit SprayGel™ zur Verwachsungslösung und einer Second-look Bauchspiegelung. 

Innerhalb der ausgeschlossenen Patientinnen befanden sich auch Patienten mit schwersten Darmverwachsungen, die von anderen Chirurgen „nur im Notfall“ operiert würden. Untersucht man diese Patientengruppe, so zeigt sich, dass sogar in dieser Gruppe, wo zwei bis drei Operationen zur Verwachsungslösung notwendig waren, eine erhebliche Verbesserung der Symptomatik eingetreten ist. Zu betonen ist, dass im gesamten Verlaufszeitraum kein einziger Patient eine Operation zur Beseitigung eines Darmverschlusses erhalten musste. Auch betrug die Komplikationsrate bezüglich schwerer Darmkomplikationen (1 Patient von 45) nur 2 % (in der Literatur werden dagegen 30 – 60 % angegeben).

Seit Dezember 2008 setzen wir zur Adhäsionsprophylaxe das neue SprayShield™ von COVIDIEN. Das SprayGel™ wurde, nachdem die Firma Confluent Surgical von Covidien übernommen wurde, in einigen Komponenten modifiziert, vor allem solle die Resorptionszeit verkürzt sein (5-7 Tage) gegenüber dem SprayGel™ (7-14 Tage). Und die blaue Farbe kommt nicht mehr vom Methylenblau sondern von einfachen Lebensmittelfarben = Brilliant Blue FCF; http://en.wikipedia.org/wiki/Brilliant_Blue_FCF

 

Hier sind die ersten klinischen Ergebnisse: www.SprayShield.de

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