Arten von Verwachsungen

Das Gewebe entwickelt sich, wenn Reparaturmechanismen des Körpers auf eine Gewebezerstörung wie bei Operationen, Infektionen, Trauma oder Bestrahlung reagieren. 
Obwohl Verwachsungen überall auftreten können, sind die häufigsten Lokalisationen im Bauch, dem Becken sowie am Herzen. 

Adhäsionen im Becken: 

  • Verwachsungen im Bereich des kleinen Beckens können andere Beckenorgane miteinbeziehen wie zum Beispiel die Gebärmutter, die Eierstöcke, die Eileiter oder die Blase, und treten häufig nach Operationen auf. 

    Adhäsionen zur vorderen Gebärmutterwand 

     

    Adhäsionen zwischen Gebärmutter, Adnexen und Eingeweide 


  • Entzündliche Erkrankungen im Becken (PID) resultieren aus einer abgelaufenen Infektion, (häufig eine sexuell übertragene Krankheit) die oft zu Adhäsionen im Bereich der Eileiter führt. 
  • Eine reife Eizelle passiert die Eileiter zur Gebärmutter während des Eisprungs. 
  • Eileiteradhäsionen können zu Unfruchtbarkeit führen und erhöhen das Risiko einer extrauterinen Schwangerschaft, die sich in den Eileitern entwickeln kann.

Verwachsungen im Bauchraum: 

  • Abdominelle Verwachsungen sind im Allgemeinen Komplikationen einer Operation, die bei bis zu 93 % der Patienten auftreten, die sich einer Bauch- oder Beckenoperation unterzogen haben. 
  • Abdominelle Adhäsionen treten auch bei 10,4 % der Personen auf, die nie operiert wurden. 
  • Die meisten Verwachsungen verursachen keine Schmerzen oder Komplikationen. 
  • Jedoch, in ca. 60-70 % verursachen Verwachsungen kleine Obstruktionen im Bereich der Eingeweide und tragen wahrscheinlich zur Entwicklung chronischer Beckenbeschwerden bei. 

    Darmverwachsungen 

     


  • Verwachsungen bilden sich typischerweise in den ersten Tagen nach einer Operation, aber es ist möglich, dass sie zunächst für Monate oder Jahre keine Symptome verursachen. 
  • Wenn das Narbegewebe beginnt die Bewegungsmöglichkeiten der Intestinalorgane einzuschränken wird der Transport von Nahrungsmitteln durch den Darmtrakt zunehmend schwieriger. 
  • Es kann zu einem Passagestopp kommen (Darmverschluss). 
  • In Extremsituationen bilden die Adhäsionen fibröse Bänder um einen bestimmten Darmabschnitt herum. Dabei wird dann der Blutfluss abgetrennt und das Gewebe stirbt ab.


„De novo“ Adhäsionen 

  • Bei „de novo“ Verwachsungen handelt es sich um neu aufgetretene Adhäsionen, die sich an der Stelle eines direkten chirurgischen Traumas bilden wie bei einem chirurgischen Schnitt. 
  • Sie können sich auch an Stellen bilden, die von dem ursprünglichen Operationsort entfernt liegen. 
  • Verwachsungen können sich auch nach Adhäsiolyse oder Adhäsionstrennung neu bilden. 

Es existieren drei Haupttypen von Verwachsungen, wobei der zugrundeliegende Pathomechanismus sich ähnelt: 

  • Hauchdünne 
  • Vaskularisierte (Gefäße beinhaltend) 
  • Zusammenklebende


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