Unsere Strategie

Neue Barrieresubstanz "SprayShield™" von Covidien, um Verwachsungen nach chirurgischen Eingriffen zu vermeiden.

Seit März 2001 wenden wir das SprayGel™, das Vorprodukt von SprayShield™, als neuartige Spraysubstanz aus Polyethylenglykol (PEG) an, um Verwachsungen bei gynäkologischen Eingriffen zu vermeiden. Bei allen Operationen per Bauchschnitt entstehen in der Regel Verwachsungen. Aber auch in der minimal invasiven Chirurgie während einer Bauchspiegelung können bei einigen Eingriffen, wie z.B. Endometriose- oder Myomoperationen Wundflächen entstehen, die, wenn sie aneinander kommen, verkleben können. Damit entstehen Verwachsungen, die spätere Probleme, z.B. Schmerzen, Verklebungen der Eileiter (Kinderlosigkeit) oder anderen Organen (Darm / Eierstock / Gebärmutter). Es drohen somit chronische Probleme und Schmerzen mit langwierigen Behandlungen und evtl. Nachoperationen, um diese Verwachsungen zu lösen. 

Die neuartige Gel-Substanz (SprayShield™) wird auf die Wundflächen gesprüht und haftet auf dieser Wundfläche bis einige Tage nach der Operation. Da Verwachsungen innerhalb der ersten 7 Tage nach der Operation entstehen, verhindert das Barrieresystem somit das Entstehen von Verwachsungen. Das SprayShield™ löst sich danach auf und wird einfach vom Bauchfell aufgenommen und über die Nieren aus dem Körper ausgeschieden. 

Das Kohlendioxid – Gas, mit welchem bei der üblichen operativen Bauchspiegelung der Bauch aufgepumpt wird, verändert das gesamte Bauchfell in ein saures Milieu. Somit wird dem Gewebe Sauerstoff entzogen, was zum Absterben der Zellen mit Ausbildung von globalen Wundflächen im Bauchfell und Bauchorganen führen kann.  

Durch die Anwendung der gaslosen Bauchspiegelung vermeiden wir das Aufpumpen mit Kohlendioxid, welches in neueren Studien aus o.g. Gründen als Co-Faktor die Bildung von Verwachsungen begünstigt (² (³. Da daneben aber immer Wundflächen bei einer Operation entstehen, da Gewebeschichten getrennt werden, kann durch die Abdeckung mit SprayShield™ zusätzlich der Bildung von Verwachsungen auch an diesen Flächen vorgebeugt werden. Somit haben wir durch die gaslose Laparoskopietechnik und das SprayShield™ eine ideale Kombination, die das Entstehen und Ausbilden von Verwachsungen vermeiden hilft. 

Siehe auch Spezialgebiet Gaslose Laparoskopie > Warum gaslos ?

und Bilder mit SprayGel™ und SprayShield™ unter Endoskopieatlas Verwachsungen bei ausgeprägten und schwersten Verwachsungen

(² Carbondioxide pneumoperitoneum is a co-factor in adhesion formation 

(Yasildagar N, Ordonez JL, Laermans I, Koninckx PR, 1999) 

(³ Peritoneal mesothelial hypoxia during pneumoperitoneum is a cofactor in adhesion formation 

(Molinas CR, Mynbaev O, Puawels A, Novak P, Koninckx PR, 2001)

 

Dadurch besitzen wir in Form der gasfreien Laparoskopie und SprayShield™ die ideale  Kombination, die das Auftreten von Verwachsungen vorzubeugen hilft. 

Dr Kruschinski hat bis jetzt in mehr als 500 Fällen eine Lösung von Verwachsungen mittels der Techniken der gasfreien Trennung der Verwachsungen mit Aufbringung des SprayGel™ und SprayShield™ durchgeführt. 

Verwachsungen beginnen sich innerhalb von 3 Stunden nach der Beendigung einer Operation zu bilden – dieser Prozess dauert bis zu sieben Tage postoperativ an. 
Wenn sich Verwachsungen während dieses kritischen Zeitraums gebildet haben, so können sie leicht durch den Chrirurgen während einer second-look-Laparoskopie entfernt werden- und nochmals SprayGel angewendet werden, wenn es notwendig sein sollte. 

Dr. Daniel Kruschinski ist einer der wenigen Chrirurgen auf der Welt, die eine second-look Laparoskopie 7 Tage nach der initialen chirurgischen Behandlung durchführt. 

Durch Dr. Kruschinski's Erfahrungsschatz ist das Risiko der Bildung von Verwachsungen mit der nachfolgenden Notwendigkeit einer erneuten Operation deutlich reduziert. Er beherrscht die erforderlichen mikrochirurgisch-laparoskopischen Techniken und hat tausende von Stunden mit der Durchführung schwieriger, zeitaufwendiger und riskanter chrirurgischer verfahren verbracht. 

Eine wiederhlote Operation von Verwachsungen ist dann in diesen Fällen weniger ausgedehnt und beinhaltet für gewöhnlich nicht den selben Aufwand an Trennungen, die primär zu der Bildung von Verwachsungen geführt haben. 

Hier folgen einige von Dr. Kruschinski's Ergebnissen 
 

  • Ungefähr 84,9 % der Patienten sind im Rahmen der second-look Laparoskopie 7 Tage postoperativ verwachsungsfrei. 
  • Die Patienten, die kleine Verwachsungen im Bereich des Schnittes gebildet haben, die man bei der second-look Laparoskopie 7 Tage nach der Operation entdeckt, sind schon sehr leicht zu entfernen, indem man sie nur mit einem Instrument berührt. 
  • Nur 9% entwickeln Schmerzen nach der Operation und die Hälfte derer stellte sich zur third-look-Laparoskopie vor, bei denen in zwei Fällen Verwachsungen als Schmerzursache nachweisbar waren, während in den übrigen Fällen keine Verwachsungen aber statt dessen andere Ursachen wie ein Adnexentumor etc. gezeigt werden konnten. 
  • Dadurch ergibt sich eine Erfolgsrate für die gasfreie Lösung von Adhäsionen mit SprayGel™ / SprayShield™ von 85% in Bezug auf anschließende Schmerz- und Verwachsungsfreiheit der Patienten.

Um Fotos von unserer Technik der gasfreien Lösung von Verwachsungen mit SprayGel™ und SprayShield™ einzusehen, klicken Sie bitte auf die unten angeführten Links. Bilder für SprayGel™ und SprayShield™sind in unserem Endoskopieatlas Schwere Darmverwachsungen & Extrem schwere Darmverwachsungen oder auch unter Ergebnissen.

 

Seit Dezember 2008 setzen wir zur Adhäsionsprophylaxe das neue SprayShield™ von COVIDIEN. Das SprayGel™ wurde, nachdem die Firma Confluent Surgical von Covidien übernommen wurde, in einigen Komponenten modifiziert, vor allem solle die Resorptionszeit verkürzt sein (5-7 Tage) gegenüber dem SprayGel™ (7-14 Tage). Und die blaue Farbe kommt nicht mehr vom Methylenblau sondern von einfachen Lebensmittelfarben = Brilliant Blue FCF; http://en.wikipedia.org/wiki/Brilliant_Blue_FCF

 

Hier sind die ersten klinischen Ergebnisse: www.SprayShield.de

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