Prävention von Verwachsungen

Obwohl das Risiko von Verwachsungen nicht vollständig beseitigt werden kann, gibt es Schritte, die Ihr Chirurg einleiten kann um das vermeintliche Risiko von Verwachsungen zu minimieren.

Hierbei stellen die effektivsten Methoden der Verwachsungenprävention eine äußerst gewissenhaft durchgeführte Operationsmethode sowie die Nutzung einer physikalischen Barriere dar, um Gewebe voneinander zu trennen, während sie heilen. 

MIKROCHIRURGISCHE TECHNIKEN 

Chirurgen haben mikrochirurgische Methoden entwickelt, welche die Gefahr eines Traumas, der Sauerstoffmangelversorgung, von Fremdkörpern, von Gerinnungsstörungen, rauher Oberflächen und Infektionen minimieren, um so die Bildung von Verwachsungen zu reduzieren. 

Minimal invasive Techniken, zu denen auch die Laparoskopie zählt, sind entwickelt worden, um Traumata, einen hohen Blutverlust, Infektionen und die Einbringung von Fremdkörpern zu verringern, die ihrerseits alle zu einer Entzündungsreaktion und anschließender Bildung von Verwachsungen führen können. 

Gute chirurgische Techniken beinhalten eine Verminderung von Gewebeberührungen, die Nutzung empfindlicher Instrumente sowie der Feuchthaltung von Geweben, wenn sie der Luft exponiert sind. 

Chirurgische Techniken, die helfen können, die Bildung von Adhäsionen zu vermindern

  • Das Einhalten einer gewissenhaften Blutstillung 
  • Die Durchblutung erhalten 
  • Das Anfeuchten der Gewebe 
  • Die Nutzung trockener Schwämme vermeiden 
  • Die Berührung von Geweben minimieren 
  • Das Benutzen nicht-reaktiver Nähte 
  • Peritoneale Reizungen wenn möglich vermeiden 
  • Das Einbringen von Fremdkörpern verringern

Es ist nicht nur die chirurgische Technik, sondern die Kombination dieser Techniken mit der minimal-invasiven Chirurgie, zum Beispiel der Laparoskopie, mit denen man die besten Chancen hat, Adhäsionen zu vermindern. 

Eine gute chirurgische Technik ist notwendig, aber reicht oft alleine nicht aus, Verwachsungen zu vermeiden. 

Obwohl selbst die gewissenhaftest durchgeführten chirurgischen und mikrochirurgischen Techniken nicht das Risiko der Bildung von Adhäsionen eliminieren können, können andere Schritte gewählt werden, die Bildung von Adhäsionen zu reduzieren. Diese sind:

  • gewissenhafte Blutstillung einhalten: 

    Eine inadäquate Blutstillung und die daraus resultierende Ablagerung von Fibrin fördert die Bildung von Verwachsungen

     

  • Die Durchblutung erhalten: 

    Eine Begrenzung der Sauerstoffmangelversorgung unterstützt die Fibrinolyse (Auflösung von Fibrinkonglomeraten). 
     

  • Anfeuchten der Gewebe: 

    Eine regelmäßige Anfeuchtung und die Benutzung feuchter Schwämme beugt der Austrocknung der Gewebe vor. 
    Ringer- Lösungen oder andere anfeuchtende Lösungen spülen auch Reste von Talk, oder Blutkoagel weg, die eine „Brutstätte“ für Fremdkörperreaktionen, Entzündungsherde oder Verwachsungenformationen darstellen können. 
     

  • Vermeiden trockener Schwämme: 

    Die Benutzung von Gaze oder trockenen Schwämmen sollte vermieden werden, da sie den peritonealen Überzug schädigen können und zusätzlich Fremdkörper hinterlassen können. 
     

  • Die Berührung von Geweben einschränken: 

    Die Manipulation an Geweben erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Blutgefäß- und Gewebeschadens. 

    Ist die direkte Berührung des Peritoneums notwendig, sollten atraumatische Geräte oder die  Finger benutzt werden. 

    Zusätzlich sollte das Schneiden und Veröden auf ein Minimum beschränkt werden, um die Möglichkeit eines Traumas zu verringern und die Durchblutung zu erhalten. 
     

  • Die Nutzung feiner, nicht-reaktiver Nähte: 

    Um Fremdkörperreaktionen zu vermindern sollte die kleinste Garngröße, möglichst aus synthetischen Materialien, genutzt werden. 
     

  • Das Einbringen von Fremdkörper verringen: 

    Grafting increases the risk of peritoneal trauma while decreasing vascularity. 
     

  • Minimize foreign bodies: 

    Fremdkörper können den peritonealen Überzug schädigen und hierdurch zu Entzündungen führen, aus denen letztendlich Verwachsungenformationen resultieren.

Chemische Methoden Unterschiedliche Medikamente wurden hinsichtlich ihres Nutzens das postoperative Auftreten von Verwachsungen zu verringern ausgewertet. Bis heute hat noch keine gut kontrollierte Studie die Wirksamkeit dieser Medikamente bestätigt. Barriere (Schranken) Methoden  Die Benutzung einer Schranke zwischen rauhen Gewebeoberflächen scheint eine der vielversprechendsten Methoden zu sein, Verwachsungen vorzubeugen. Diese Schranken trennen mechanisch die chirurgische Oberfläche und halten die Oberflächen voneinander getrennt.

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