Symptome von Verwachsungen

Verwachsungen im Bauchbereich ziehen an Teile des Darmtraktes und können gelegentlich Obstruktionen verursachen. 

Symptome können sein: 

  • Schmerzen 
  • Krämpfe 
  • intermittierendes Erbrechen 
  • Blähungen oder Verstopfung 
  • Völlegefühl

Die Symptome sind sehr abhängig davon, welche Gewebe betroffen sind. 

So können zum Beispiel im Magen-Darm-Trakt Obstruktionen auftreten. 

Mechanische Obstruktionen kleinerer Intestinalbereiche können ernsthafte Komplikationen nach Operationen darstellen. 

Im Bereich der Gebärmutter und des kleinen Beckens können Verwachsungen Unfruchtbarkeit und andere Reproduktionsschwierigkeiten verursachen. Auch durch eine Blockade der Eileiterenden kann eine Unfruchtbarkeit hervorgerufen werden. 

Ärzte assoziieren die Zeichen und die Symptome von Verwachsungen eher mit den Problemen die Adhäsionen bedingen können als mit den Adhäsionen selbst. 

Daraus folgend, erleiden Betroffene viele Beschwerden, abhängig davon wo sich die Adhäsionen bilden und welche Strukturen sie beeinflussen. 

Typischerweise zeigen Verwachsungen keine Beschwerden und werden daher auch nicht diagnostiziert.  Diese Verwachsungen verursachen in einem Moment keine Beschwerden, können aber zu einer Intestinalobstruktion bei zwei Prozent der Patienten führen. Diese Obstruktionen können auch viele Jahre später erst auftreten. 

Im Allgemeinen entstehen adhäsionsbedingte Schmerzen dadurch, dass diese an Nervenfasern ziehen, die sich entweder in einem von einer Adhäsion affektierten Organ befinden oder in der Adhäsion selbst. 

  • Verwachsungen oberhalb der Leber können Schmerzen bei tiefem Einatmen verursachen. 
  • Verwachsungen im Bereich des Darmtraktes können Schmerzen durch Obstruktionen während Bewegungen oder beim Strecken und Dehnen verursachen. 
  • Verwachsungen im Bereich der Scheide oder der Gebärmutter können verantwortlich sein für schmerzhaften Geschlechtsverkehr. 
  • Wichtig ist, dass nicht jede Form von Schmerz durch Adhäsionen verursacht wird und nicht alleVerwachsungen Schmerzen verursachen. 
  • Eingeweideobstruktionen (Darmverschluss) bedingt durch Verwachsungenstellen chirurgische Notfälle dar. 

    • Diese Verwachsungen lösen Wellen krampfartiger Schmerzen im Bauch aus, die Sekunden bis Minuten anhalten können und sich häufig verschlimmern bei Nahrungsaufnahme, welche die Aktivität des Darmtraktes steigert. 
    • Wenn der Schmerz beginnt, ist Erbrechen möglich. Dadurch wird der Schmerz möglicherweise gelindert. 
    • Ihr Bauch kann empfindlich und zunehmend gebläht werden. 
    • Es ist möglich, dass Sie hohe klingende Darmgeräusche hören, begleitet von Blähungen und dünnem Stuhlgang. 
    • Normalerweise besteht nur geringes Fieber.


  • Solche Darmblockaden können sich von selbst bessern.

Auf jeden Fall müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Wenn die Blockade fortschreitet, können sich folgende Zustände entwickeln: 

  • Eine zunehmende Darmstreckung. 
  • Konstante und sehr starke Schmerzen. 
  • Die Darmgeräusche unterbleiben. 
  • Gas- und Darmbewegungen kommen zum Stillstand. 
  • Der Bauchumfang nimmt zu. 
  • Steigendes Fieber. 
  • EIn weiteres Fortschreiten kann die Darmwand durchbrechen und zu einer Kontamination der Bauchhöhle mit Stuhl führen.

Intraabdominelle Verwachsungen sind im Allgemeinen das Resultat chirurgischer oder gynäkologischer Operationen, von entzündlichen Beckenerkrankung (Gonokken oder Chlamydien- assoziiert), von einer Blinddarmentzündung oder Endometriose. Adhäsionen können für chronisch persistierende Bauchschmerzen verantwortlich sein, ohne dass sie mit einer Pathologie im Bereich des Beckens vergesellschaftet sind. Obwohl Verwachsungen möglicherweise durch Vergrößerung dehnbarer Viszeralorgane zu Schmerzen führen, wird die Beziehung zwischen Verwachsungen und Bauchschmerzen immer noch kontrovers diskutiert. Im Gegensatz stellen Obstruktionen kleinerer Darmabschnitte nach vorherigen Operationen eindeutig die ernsthaftesten Folgen von Verwachsungen dar. Patienten mit chronischen oder wiederkehrenden Bauchschmerzen und einer langen Vorgeschichte vieler chirurgischer Baucheingriffe lehnen Oft eine Behandlung ab, wenn sie nicht unter einer akuten Obstruktion oder Symptomen von intermittierenden Obstuktionen leiden. 


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